Geschrieben am 30 November 2009 in
Allgemein
…erst eins, dann zwei dann drei dann vier, und wenn das fünfte Lichtlein brennt, hast du Weihnachten verpennt.” Dieses Verslein kennen die Georgier anscheinend nicht, zumindestens haben sie das hier nicht mit dem einen Lichtlein verstanden. Alle halbwegs größeren Straßen leuchten hier mit einer Aufdringlichkeit, bei der mein Körper nicht weiß, ob er nun Augenkrebs oder epileptische Anfälle bekommen soll – und das 6 Wochen vor dem georgischen Weihnachten. Die Straßen haben “Lichtnetzte” oder “Leuchtkugeln” über der Fahrbahn, nahezu jeder Balkon ist beleuchtet, jedes staatliche Gebäude gleich noch mehr, die Bäume sind auch mit Lichtern eingekettet, Lichtfiguren wie zwei Meter große Engel kommen auch jeden Tag noch einige dazu, sodass es über das Ziel “schön” soweit hinausgeschossen ist, dass es in mir im Gegenteil eher abstoßende Gefühle hervorruft (Nicht dass das meisste an sich eigentlich ganz schön aussehen würde, aber wenn jedes Haus so Leuchtet, reichts danna uch). Gerade in solch einem religösen Land sollte man vielleicht in der Weihnachtszeit besinnlich werden und auch mal an die denken, die wie Jesu Eltern auf der suche nach Obdach sind und dort Geld investieren, aber hier scheint “Weihnachten” vielmehr das neue Prestigeobjekt geworden zu sein.
Mehr Bilder:
weiterlesen…
Geschrieben am 25 November 2009 in
Georgien,
Privat
Ja, jetzt bin ich tatsächlich kein Teenie mehr und muss sagen: eigentlich schade. Kein Jugendbonus mehr, wenn man Sachen verkackt und irgendwie sieht die 2 vorne doch schon sehr deprimierend aus. Auch mein Wunsch, dass Peter Pan vorbeikommt und mich abholt, wurde nicht erfüllt. Dafür hatte ich einen schönen Geburtstag. Erstmal habe ich mit den anderen Kulturweitlern in meinen Geburtstag reingefeiert, dann Abends nochmal mit Schülern (und dabei auch unser Sofa zerstört) und danach sind wir nochmal zu Leuten aus der Botschaft, die ihren Geburtstag gefeiert haben. Trotzdem ein komisches Gefühl, ganz ohne die Leute zu feiern, die man sonst so um sich rum hat. Keine gewohnten Rituale wie das Wecken und singen am Bett oder ähnliches.
Geschrieben am 25 November 2009 in
Allgemein,
Kurzinfo,
Privat,
Schule
In Deutschland scheint das Thema Schweinegrippe, oder auf hessisch “Wutzeschnubbe” ja schon für mächtig Wirbel zu sorgen. Hier ist das noch nicht so extrem, aber man merkt: Die Stimmung wird angespannter. Am Dienstag kam ich in die Schule und es stank nach Chemie. Warum? Die Schweinegrippe ist jetzt auch in meiner Schule, die meißten Schüler waren deshalb auch nicht da, man sieht auf der Straße immer mehr Leute mit Masken rumlaufen. Impfung ist hier trotzdem kein Thema. Und weil die Schweinegrippe so schön ist, dachte sich der staatliche Sender “Rustavi 2″ auch, er müsse das Thema noch ein bisschen ausschmücken und hat doch tatsächlich verbreitet, die Schweinegrippe wurde erfunden um die Weltbevölkerung, die einfach zu hoch ist, ein wenig zu dezimieren. Aber genau deshalb ist der Schweinegrippe jetzt der Kampf angesagt worden: Mit Erfolg – Die neuregistierten Schweinegrippeinfektionen sind fast null – Man hat einfach beschlossen, dass die Tests jetzt von den Betroffenen bezahlt werden müssen. Georgien hat mal wieder die Lösung gefunden um ein globales Problem ohne viel Bürokratie zu lösen, wow und: Oink,Oink.
Tags: Georgien, Rustavi2, Schweinegrippe
Geschrieben am 15 November 2009 in
Allgemein,
Glaube,
Privat
So, nachdem ihr nun einige teils ernüchternde Artikel über meine Gemeindesuche gelesen habt, darf ich euch nun sagen: Ich habe sie gefunden! Es ist eine amerikanische Gemeinde, die aus einem Bibelkreis entstanden ist. Viele der Leute dort arbeiten in der amerikanischen Botschaft und es gibt nur eine Deutsche dort. Aber das positive hier ist: Wer braucht schon Deutsche, wenn alle Leute englisch Sprechen?! Ich wurde direkt total lieb empfangen und begrüßt, echt total toll. Es ist keine konfessionel gebundene Gemeinde, was heißt, dass Baptisten, Pfingstler und alle möglichen anderen zusammen in der Gemeinde sind, was ich echt toll finde. Und als dann das erste Lied angestimmt wurde und ich es kannte, war die Entscheidung für mich getroffen: Das wird meine Gemeinde. Gleichzeitig bietet sich mir so die Möglichkeit, mein marodes Englisch vielleicht doch noch zu was nutzbarem heranwachsen zu lassen.
In zwei Wochen gibt es nach dem Gottesdienst dann auch ein Essen, wo ich die Leute sicherlich nochmal näher kennen lernen werde.
Geschrieben am 9 November 2009 in
Kurzinfo
Die 34. Schule hier in Tbilisi war heute geschlossen, da sie desinfiziert wurde. Dort ist ein Schüler an der Schweinegrippe erkrankt. Mal sehen, ob das was bringt. Die Schule ist auch eine DSD Schule. Das heisst, dass an der Schule auch deutsche Lehrer tätig sind, in diesem Fall die “Mentorin” von Pascal.
Tags: Kurzinfo, Schule, Schweinegrippe
Geschrieben am 8 November 2009 in
Allgemein,
Ausflüge,
Privat,
Schule
Vom 31. Oktober bis zum 7. November war ich in Armenien und habe dort viel erlebt. Hier möchte ich nur ganz kurz Berichten, um niemanden zu langweilen. Den ausführlichen Bericht gibt es im internen Bereich.
Bei der Hinreise gab es direkt die ersten Probleme: An der Grenze wollte der Computer meinen Pass nicht erkennen und ich hatte echt schiss, was sie mit mir machen. Nachdem es nach einer Stunde doch ging, fuhren wir mit der Bahn, in der wir ein Zweierabteil hatten weiter Richtung Yerevan.
Während der Woche besuchte ich zwei Schulen. Einmal eine Schule direkt in Yerevan, wobei weiterlesen…
Tags: Armenien, Ausflüge, Erevan, Georgien, Reise, Reisetip, Yerevan
Geschrieben am 8 November 2009 in
Allgemein