Nach langer Zeit, lasse ich nun wieder etwas von mir hören. Seitdem ich wieder zurück bin hatte ich viel Stress mit den Stipendiatenanwärtern, die Stichwörter wie schlaflose Nächte, Depressionen und Verzweiflung in das Ferientagebuch einfließen ließen. Aber ansonsten hatte ich ein wunderbares Zwischenseminar, zu dem auch die Freiwilligen aus der Türkei angereist sind, stand zum ersten mal in meinem Leben auf Skiern und war nach 5 Jahren wieder in den Höhlenklostern David Garetscha im Süden Georgiens.
Für alle die es noch nicht wissen: An Weihnachten stand ich als Weihnachtsgeschenk vor der Kirche in Bad Homburg, da ich niemandem gesagt habe, dass ich komme. Hier ist ein Lied aus dem Weihnachtsgottesdienst. Es ist echt schön, mal wieder zu Hause zu sein =)
Vom 31. Oktober bis zum 7. November war ich in Armenien und habe dort viel erlebt. Hier möchte ich nur ganz kurz Berichten, um niemanden zu langweilen. Den ausführlichen Bericht gibt es im internen Bereich.
Bei der Hinreise gab es direkt die ersten Probleme: An der Grenze wollte der Computer meinen Pass nicht erkennen und ich hatte echt schiss, was sie mit mir machen. Nachdem es nach einer Stunde doch ging, fuhren wir mit der Bahn, in der wir ein Zweierabteil hatten weiter Richtung Yerevan.
Während der Woche besuchte ich zwei Schulen. Einmal eine Schule direkt in Yerevan, wobei weiterlesen…
Nachdem ich hier jetzt schon 2 Wochen, in denen beispielsweise meine Mutter hier war, nichts geschrieben habe, melde ich mich jetzt mal kurz um euch mitzuteilen, dass ich gerade jetzt im Zug nach Armenien sitze. Die nächste Woche werde ich dort (ohne Internet) verbringen. Und danach dann natürlich auch ausführlich berichten. Bis dann!
Am Samstag früh ging es mit einem Geländewagen auf eine 6 Stunden lange Fahrt nach Shatili . Diesmal will ich weniger schreiben und mehr Bilder sprechen lassen. Doch einige Worte gehören zur Erklärung dazu. Shatili ist ein altes Bergdorf, dass ihr auf den Fotos auch sehen könnt. Wir haben dort in einem der alten Häuser gewohnt, dass wieder hergerichtet wurde. Heute leben dort nur noch geschätzte 20 Leute und dennoch kennt jeder in Georgien Shatili – kein Wunder, denn es ist wirklich total schön dort, auch wenn es nur wenige Kilometer bis nach Südossetien und Russland sind. Auf halber Strecke haben wir dann in einem Dorf (1Haus) angehalten, wo uns Tschatscha (ca.60% Vol.) in rauen Mengen als Zeichen der Gastfreundschaft zugeführt wurde. Am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr zu Fuß 3 Stunden durch die Täler des großen Kaukasusgebirges nach Mutso. Einfach Atemberaubend: Die Fahrt durch das Gebirge über den Pass, die Gastfreundschaft, die Übernachtung in Shatili, die Wanderung und Mutso. Ich kann es Jedem empfehlen, der mehr als nur ein 5-Tage-Kurzurlaub in Georgien ist, dort hin zu fahren.
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Für alle die hier per google drauf gestoßen sind und auch solch einen Ausflug vor haben: Den Fahrer am besten privat organisieren. Hotel in Shatili muss vorher “gebucht” werden und kostet ca. 50 Lari pro Person mit Abendessen und Frühstück, was aus dem Dorf zu einem an den Tisch gebracht wird. Die Autofahrt hat uns insgesamt 200 Euro gekostet. Das ist allerdings ein sehr hoher Preis. Wenn man will, kann man auch für wesentlich weniger Geld dort hin kommen, wobei man für die Strecke wirklich ein Allradauto braucht, sonst muss man erst gar nicht losfahren, denn Ankommen tut man garantiert nicht.